Weinpost Doll&Göth
Liebe Kunden und Weinfreunde,

in der letzten digitalen Weinpost haben Sie erfahren, warum das Leben im Weinberg wieder Fahrt aufnimmt. Diesen Einblick möchten wir heute für Sie weiterführen, indem wir Ihnen zeigen, wie sich unsere Weinreben aktuell entwickeln. 

Außerdem erhalten Sie heute Antworten auf weitere spannende Fragen aus unserer vergangenen Online-Umfrage. Freuen Sie sich auf unterhaltsame Einblicke in unsere Weinwelt und entdecken Sie unsere zwei neuen Probiersortimente am Ende dieser Weinpost. 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und Entdecken!
Austrieb der Rebe
Bis zu 3cm Wachstum am Tag!

Auch wenn es in vielen Teilen Deutschlands im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich kühler ist, steuern wir fest auf den Sommer zu. D.h. auch, dass unsere Weinreben aktuell langsam aber sicher austreiben und in den kommenden Wochen in die Höhe sprießen werden. 

Zunächst schwellen mit zunehmenden Temperaturen winzige Knospen an den Reben an, bis sie aufplatzen und kleine grüne Triebe das Licht der Welt erblicken. Diese Triebe werden in den nächsten Wochen stark wachsen und der Rebe damit lebensnotwendige Energie liefern.     

Hätten Sie gedacht, dass bei optimaler Sonneneinstrahlung, Temperatur und Wasserversorgung, ein junger Trieb der Weinrebe bis zu 3cm täglich wachsen kann?
Rebstock
Warum die Sonne so wichtig ist

Weinreben sind wahre Überlebenskünstler. Sie ernähren sich in dieser Zeit, während der Ausbildung neuer Triebe und grüner Blätter, von Zuckervorräten, die schon im vergangenen Herbst in Stamm und Wurzeln gespeichert wurden. Sobald die Blätter voll entwickelt sind, erfolgt die Zuckerversorgung wieder über die Photosynthese, bei der das Sonnenlicht in Zucker umgewandelt wird.  

Aktuell befinden wir uns noch am Anfang der Wachstumsphase der Reben. In der weiteren Vegetationsentwicklung folgt nach erfolgreicher Ausbildung grüner Triebe die Blüte der Reben. Diese beginnt etwa sechs bis acht Wochen nach dem ersten Austrieb. Nach der Blüte folgt das Highlight im Vegetationszyklus: Die Entwicklung der Trauben. Dazu erhalten Sie dann mehr spannende Einblicke, sobald die Zeit reif ist. Jetzt gilt unsere Aufmerksamkeit zunächst dem gesunden Wachstum der Weinreben. 
Familie Doll

5 Fragen aus der Weinumfrage für Sie beantwortet (Teil 2)

1. Was ist führend für den Geschmack eines Weins entscheidend und vor allem warum: Weinberg oder Kellerarbeit?

Der Weinberg bzw. die dort wachsenden Trauben bilden die wichtigste Grundlage für den Geschmack eines Weins. Wenn das Traubengut hochqualitativ ist, kann daraus auch ein sehr guter Wein entstehen. Sollte das Traubengut aber nur mittelmäßige Qualität aufweisen, kann ein Winzer im Keller niemals einen sehr guten Wein daraus zaubern. Andererseits kann aus tollem Lesegut auch immer noch ein untrinkbarer Wein entstehen, es ist also Fingerspitzengefühl gefragt. Im Keller wird die Entwicklung von der Traube bis zum fertigen Wein begleitet, um die Qualität aus den Trauben zu erhalten und zu "raffinieren".

Die Weichen für einen sehr guten Geschmack im Wein werden zum einen durch eine hohe Konzentration der Traubenextrakte gestellt. Diese kann am besten über eine Ertragsreduzierung erreicht werden, denn je weniger Trauben am Rebstock hängen, desto höher sind die Extrakte der einzelnen Beeren. Auch das Alter der Reben spielt eine entscheidende Rolle, denn je älter der Rebstock ist, desto weniger und kleinere, dafür aber extraktreichere Beeren bildet er aus. 

Ein weiterer wichtiger Punkt für den Geschmack und die Qualität des Weins stellt das „Terroir“ dar, also das Zusammenspiel aus Klima, Boden und Bewirtschaftung des Weinbergs. Temperatur, Sonneneinstrahlung, Niederschlag, Luftfeuchtigkeit, Nährstoffgehalt und chemische Zusammensetzung im Boden sowie Wasserversorgung sind einige der wichtigen Aspekte, die sich spürbar auf den Geschmack im Wein auswirken. 

2. Welcher Wein passt zu welchem Essen? 

Wer den passenden Wein zum Essen finden möchte, sollte vordergründig auf seinen Geschmack achten. Es gibt absolut kein richtig oder falsch! Dennoch machen einige feste Kombinationen aus Essen und einem bestimmten Wein durchaus Sinn. So sollten Sie zu säurebetonten Gerichten wie z.B. einem Salat mit säurebetontem Dressing eher keinen säurebetonten Wein genießen, weil hier ein übersteigerter saurer Eindruck entstehen kann. Zu dem Salatbeispiel würde eher ein Silvaner passen. 

Zu einer fruchtigen Nachspeise würde ich aber ebenfalls einen süßen Wein wie z.B. unseren Kerner oder die Huxelrebe Spätlese empfehlen. Wird es richtig süß, z.B. Crème Brûllée, sollte man schon zu einer süßen Auslese oder Beerenauslese greifen. Bei scharfen Gerichten gilt noch etwas mehr Fingerspitzengefühl. Der Schärfe und Würzigkeit der meist asiatischen Gerichte kann nur ein ebenfalls fruchtiger oder kräftiger Wein Paroli bieten, der nicht zu trocken sein sollte. Zu einem scharfen oder würzigen Gericht würde z.B. eine Scheurebe oder ein Morio Muskat sehr gut passen.  

Generell kann man sagen, dass zu Fleisch eher stärkere Rot – und Weißweine passen, während zu gekochtem Rind – oder Schweinefleisch eher säurebetonte Weißweine harmonieren.  

3. Wie verändert der Klimawandel den Weinanbau in Deutschland?

Weinreben reagieren sehr empfindlich auf klimatische Veränderungen, v.a. was die Temperatur betrifft. Forscher haben herausgefunden, dass bei einem weltweiten Temperaturanstieg von 2°C etwa Weinbauregionen um etwa 56% schrumpfen werden. 
Deutschland könnte im Gegensatz dazu als „Gewinner“ des Klimawandels hervorgehen, weil höhere Temperaturen zu höheren Reifegraden führen und damit höheren Qualitäten erzielt werden können. 

Eine generelle Lösung zu steigenden Temperaturen gibt es nicht. Dazu ist das Thema zu komplex. Es wäre aber teilweise denkbar, einen Rebsortenwechsel durchzuführen. So könnten sonnenliebende sowie hitze – und trockenheitsbeständige Rebsorten wie Merlot oder Grenache vermehrt hier angebaut werden. Sehr frühreife Sorten werden sicher verdrängt, da hier vermehrt Fäulnis auftritt, wenn die Trauben schon Anfang August weich werden. Dazu zählen z.B. die Huxelrebe oder Portugieser.

Sektauswahl

4. Seit wann und warum hat sich Ihr Weingut entschieden u.a. auf sehr hochwertige Sekte zu setzen?

Angegfangen hat alles in den 80er Jahren. Einige rheinhessische Winzer, so auch unser Senior Karl-Theo Doll, sahen im Sekt eine große Chance für die aufstrebende Region. Der Rheinhessenwein war lange nicht so beliebt wie heute und mit dem edlen Produkt sollte für das Anbaugebiet geworben werden. So entstanden die ersten "Winzersekte", heute ein geschützter Begriff. 

Im Posthof sind seit jeher alle begeistert vom Thema Sekt, das spiegelt sich in unserer großen Auswahl wider, die wir also auch nicht ganz uneigenützig aufrecht erhalten. Wenn es etwas zu feiern gibt, gehört Sekt bei uns fest dazu, umso mehr wenn man immer den passenden im eigenen Sortiment findet.

5. Welche Qualitätsunterschiede macht es aus, ob man manuell oder maschinell erntet?

Bei der Traubenlese mit einem Vollernter werden die Trauben vom Rebstock gerüttelt. Durch die Befahrung der einzelnen Rebzeilen mit einem Vollernter verdichtet sich der Boden, was sich negativ auf das Wachstum und die Funktion der Rebstöcke auswirken kann.

Der große Vorteil der Handlese liegt v.a. darin, dass wir schon im Weinberg unsere Trauben selektieren können. So werden nur reife und gesunde Trauben zur weiteren Verarbeitung geerntet. Unreife oder faule Trauben gelangen nicht in den Weinkeller zur Weinbereitung. Wir vermeiden durch eine Handlese zusätzlich, dass keine Blätter und Äste mit dem Traubengut verarbeitet werden. Außerdem können besonders gesunde Trauben für einen zweiten Durchgang am Stock belassen werden um eine noch höhere Reife zu erreichen. Diese Methode wenden wir häufig  bei unseren Lagenweinen an.

Diese genaue Selektion der Trauben und die Schonung des Bodens machen am Ende den Unterschied aus. Aus diesem Grund ernten wir schon immer gegensätzlich zu vielen anderen Weingütern fast ausschließlich per Hand. Denn Top Qualität ist unser Anspruch, den Sie mit jedem Glas unserer Weine spüren können. 

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Enthalten ist je eine Flasche:
Nr. 06 2020 "Ab die Post weiß", feinherb
Nr. W1 2020 Cuvée Rosé, trocken
Nr. 09 2020 Weisser Burgunder, trocken
Nr. 11 2020 "RS" Silvaner, trocken
Nr. R4 2017 Spätburgunder Rotwein, trocken
Nr. R8 2016 "Cuvée R" Rotwein, trocken

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Enthalten ist je eine Flasche:
Nr. W6 2020 "Linus" Rosé, trocken
Nr. 30 2019 Kellersberg Riesling, trocken
Nr. 31 2020 Spitzberg Weisser Burgunder, trocken
Nr. 32 2019 Spitzberg Chardonnay, trocken
Nr. R9 2018 Cabernet Sauvignon & Merlot, trocken
Nr. R10 2018 Blume Spätburgunder, trocken

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Wir hoffen, dass Ihnen der Einblick in unsere Weinberge und die Beantwortung Ihrer Weinfragen (Teil 2) gefallen hat. Der Mehrwert für Sie steht für uns ganz klar im Vordergrund.

In der nächsten digitalen Weinpost erhalten Sie wieder neue und spannende Einblicke in unsere Weinberge sowie leckere Weinempfehlungen. Sie dürfen sich jetzt schon auf kulinarische Hochkaräter mit passenden Weinvorstellungen freuen. 

Bis dahin wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Entdecken und Genießen unserer Weine. Bestellen Sie sich jetzt Ihren Lieblingswein oder eines unserer neuen Probiersortimente über unseren Online-Shop. 

Mit freundlichen Grüßen aus Stadecken-Elsheim / Rheinhessen
Ihr Linus Doll vom Weingut Doll&Göth

PS: Der Silvaner aus dem letzten Newsletter hat uns so gut gefallen, dass wir noch ein kleines Video dazu aufgenommen haben. Hier ansehen.

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Unsere Philosophie ist Qualität - unsere Qualität ist Ihr Genuss!
 
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